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KI-Governance für den Mittelstand

KI-Governance heißt: Sie legen fest, wer welche KI wofür nutzen darf, mit welchen Daten, unter welchen Bedingungen, und wie Sie das nachweisen. Das klingt nach Konzern, ist aber in einem Mittelständler mit wenigen Seiten Papier und klaren Zuständigkeiten machbar.

Warum Governance jetzt dazugehört

KI wird in den meisten Unternehmen bereits genutzt, oft ohne Abstimmung. Ohne Regeln entstehen drei Probleme: Daten fließen unbemerkt in Tools, Verträge und Kundenvorgaben werden verletzt, und Agenten bekommen mehr Rechte als nötig. Hinzu kommt die Pflicht aus der EU-KI-Verordnung, KI-Kompetenz im Unternehmen sicherzustellen.

Die vier Bausteine

BausteinFrageErgebnis
1 ÜberblickWelche KI-Tools, Konten und Agenten gibt es?Tool-Inventar
2 RegelnWelche Daten dürfen wohin?KI-Ampel, Richtlinie, Kundenregister
3 Verträge und TechnikIst das vertraglich und technisch abgesichert?Auftragsverarbeitungsverträge, Rechtekonzept, Protokolle
4 Menschen und NachweisWissen alle Bescheid, und können Sie es belegen?Schulung mit Nachweis, Freigabeprozess, Jahresprüfung

Wer ist wofür zuständig?

  • Geschäftsführung: beschließt die Richtlinie und trägt die Verantwortung.
  • KI-Verantwortliche Person: gibt Tools frei, führt das Inventar, ist Ansprechpartner. Das kann intern oder extern sein.
  • Datenschutzbeauftragter: bewertet personenbezogene Verarbeitung und Verträge.
  • IT oder Dienstleister: setzt Konten, Rechte, Protokolle und Notausschalter um.
  • Fachbereiche: melden neue Tools und halten die Regeln im Alltag ein.

90 Tage bis zur arbeitsfähigen Governance

  1. Tage 1 bis 30: ÜberblickTool-Umfrage im Team, Datenarten nach Ampel einordnen, Kundenregister anlegen, Verantwortliche Person benennen.
  2. Tage 31 bis 60: Regeln und VerträgeRichtlinie beschließen und verteilen, freigegebene Business-Zugänge bereitstellen, Verträge und Trainingsklauseln prüfen, Schulung durchführen.
  3. Tage 61 bis 90: Technik und NachweisAgentenrechte begrenzen, Protokolle und Notausschalter einrichten, Freigabeprozess für neue Tools starten, erste Prüfung dokumentieren.

Orientierung, keine Rechtsberatung. Welche Pflichten für Ihr Unternehmen konkret gelten (zum Beispiel aus KI-Verordnung, DSGVO oder NIS2), klären Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten oder Anwalt.

Die Regeln selbst finden Sie auf der Seite KI-Richtlinie für Unternehmen. Wo Sie heute stehen, zeigt der Selbsttest.

Wo stehen Sie? Der Selbsttest dauert etwa 10 Minuten.

Schalten Sie Aussagen auf Ja oder Nein und erhalten Sie eine Auswertung mit nächsten Schritten.

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